Das passende Grundstück

Sie wissen, wie Ihr Traumhaus aussehen soll, aber Ihnen fehlt noch der Grund? Dank maximaler Flexibilität passt Ihr ELK Haus praktisch auf jede freie Fläche. Dennoch ist die Wahl des Grundstücks eine der wichtigsten Entscheidungen, die Sie treffen müssen. Schließlich bestimmt der Grund, auf dem Ihr neues Zuhause stehen soll, Ihre zukünftige Lebensqualität. 

3 wichtige Kriterien zum Baugrund

Der Preis

Der Immobilienmarkt in Deutschland boomt, die Quadratmeterpreise steigen vor allem in Großstädten in für viele Menschen unerschwingliche Höhen. Hier lohnt also ein Blick über die Stadtgrenzen hinaus, sind im ländlichen Raum doch noch teils moderate Angebote zu finden. 

Die Lage

Je näher der Baugrund an großen Ballungszentren gelegen ist, desto teurer wird er. Zusätzlich spielen beim Kauf aber auch Infrastruktur, Erschließung, Sonnenstunden und viele weitere, auch sehr individuelle Kriterien eine gewichtige Rolle. Grund genug, sich genauer zu informieren. 

Der Boden

Hat man den richtigen Flecken gefunden oder ein Grundstück geerbt, ist ein gründlicher Blick in Flächenwidmungspläne ebenso ratsam wie Klarheit über die Bodenbeschaffenheit. Sicher ist sicher.

Was Sie beim Grundstückskauf beachten sollten

Wichtige Informationen über ein Grundstück liefert der Flächenwidmungsplan: Darf auf dem Grundstück gebaut werden? Wie darf gebaut werden? Sind Bauten in der unmittelbaren Umgebung geplant? Darf Ihr Nachbar auf seinem Grund eine Schweinemast errichten? Der Flächenwidmungsplan liegt bei der jeweiligen Gemeinde zur allgemeinen Einsichtnahme auf und hilft Ihnen, das richtige Grundstück auszuwählen.

Auch im Grundbuch finden sich wichtige Informationen: Ist das Grundstück mit Hypotheken belastet? Haben Nachbarn Wegerechte auf dem Grund? Im Grundbuchsauszug finden Sie alle gesetzlichen Auflagen, Rechte und Beschränkungen, die bestimmte Grundstücke betreffen. Erhältlich ist der Auszug in jedem Bezirksgericht. Zusätzlich kann das Grundbuch auch online abgefragt werden.

Ist die Längsachse des Grundstücks Nord-Süd oder Ost-West orientiert? Die Himmelsrichtung spielt bei der Grundriss- und Gartenplanung eine wichtige Rolle: Wollen Sie in Ihrem Garten das Frühstück in der Morgensonne genießen oder lieber den Feierabend bei Sonnenuntergang ausklingen lassen? Je nachdem sollte Ihr Grundstück über einen ost- oder westseitigen Garten verfügen. Für ambitionierte Gärtner bietet sich ein süd- oder südostseitig gelegener Garten an – viele Gemüsesorten und Kräuter gedeihen am besten an sonnigen Standorten. Damit alles Ihren Wünschen entsprechend am richtigen Platz ist, plant es sich am besten gemeinsam mit einem erfahrenen Baupartner.

Ist das Grundstück, für das Sie sich interessieren, voll erschlossen? Ist es an das Strom-, Kanal- und Gasnetz angeschlossen und eine Zufahrt vorhanden? Falls Sie sich für den Kauf eines nicht erschlossenen oder nur teilerschlossenen Grundstücks entscheiden sollten, müssen Sie die Kosten für die notwendigen Aufschließungsmaßnahmen einkalkulieren. Aber auch bei voll erschlossenen Grundstücken kann es vorkommen, dass Anschlüsse nur bis zur Grundstücksgrenze reichen.

Bei Gefahrenzonen handelt es sich um Gebiete, die vor allem durch Wildbäche, Überschwemmung, Hangrutschung, Lawinen oder Felsstürze gefährdet sind. In roten Gefahrenzonen gelten in der Regel Bauverbote, in gelben ist das Bauen unter Einhaltung gewisser Auflagen möglich. Gefahrenzonen sind im Flächenwidmungsplan ausgewiesen. Informieren Sie sich vor dem Grundstückskauf bei der jeweiligen Gemeinde, ob alle Gefahrenzonen im aktuellen Flächenwidmungsplan enthalten sind.

Nicht auf jedem Grund lässt sich gleich gut bauen. Die Beschaffenheit des Bodens und die Neigung des Grundstücks spielen hier eine wichtige Rolle. Lehmige Böden neigen beispielsweise dazu, sich unter hohem Druck mit der Zeit zu verformen. Dies muss durch entsprechende bauliche Maßnahmen ausgeglichen werden und ist mit Mehrkosten verbunden. Auch das Bauen auf Grundstücken in Hanglage kann mit Mehrkosten verbunden sein: Das perfekte Grundstück auf einer Anhöhe besticht möglicherweise durch einen sensationellen Fernblick, kommt aber ebenfalls kostenintensiver in der Bebauung.

Wer ein Grundstück erwirbt, bezahlt nicht nur für Grund und Boden. Neben dem reinen Kaufpreis kommen auf den Käufer noch weitere Kosten zu wie Anwalts- oder Notarkosten, Grundbuchgebühr, Grunderwerbssteuer sowie eventuell auch Maklergebühren und Bankspesen. All das sollte in der Budgetplanung für den Erwerb des perfekten Grundstücks berücksichtigt werden.

Sind Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, Kindergärten und Schulen gut erreichbar? Wie steht es um die Verkehrsanbindung? Eine gute Infrastruktur schlägt sich im Preis nieder. Soll das Haus nur an den Wochenenden und in den Sommermonaten genutzt werden, ist die Infrastruktur vielleicht von geringerer Bedeutung. Handelt es sich um den Hauptwohnsitz, sind die Wegzeiten und Anfahrtskosten meist ein wichtiges Kriterium.

Unsere Kataloge

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Glossar

Bezeichnung Beschreibung
Quadratmeterpreis Die Bodenpreise in Deutschland sind in den vergangenen Jahren zum Teil doppelt so stark gestiegen wie die Preise für Neubauwohnungen. Heute muss man im Schnitt über 60 Prozent mehr für einen Quadratmeter Bauland bezahlen als noch vor 10 Jahren. Entscheidender Engpassfaktor für mehr bezahlbaren Wohnungsneubau ist in vielen Regionen und Städten der Mangel an geeigneten Flächen und fehlendes Baurecht für vorhandene Grundstücke.
Erschließung (auch Aufschließung) Das Zugänglichmachen eines Grundstücks durch z.B. den Anschluss an das Wegenetz, die Energieversorgung etc.
Flächenwidmungsplan Regelt auf Gemeindeebene die Nutzung von Grundstücken als z.B. Bauland, Grünland, Verkehrsfläche etc. Für die Erteilung einer Baubewilligung ist in den meisten Fällen eine Baulandwidmung erforderlich.
Grundbuch Öffentliches Verzeichnis, in dem Grundstücksrechte wie Eigentum, Pfandrechte etc. eingetragen sind
Gefahrenzone Flächen, deren Benutzung durch Wildbach- oder Lawinenrisiken gefährdet sind
Hanglage Lage eines Grundstücks an einer natürlichen Böschung (Hang)
Grunderwerbsteuer Beim Erwerb einer Immobilie fällt für den Käufer in der Regel die Grunderwerbsteuer an, die je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent vom Kaufpreis beträgt.

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